Wir sind nicht unhöflich, wir sind effizient

Gestern habe ich mir noch die Zeit geholt und mit großem Vergnügen gelesen. Alles ordentlich recherchiert, keine der üblichen Plattitüden der Magazine wie „Die Opposition übte Kritik an den Vorschlägen der Regierung“. Andere Zeitungen scheinen diesen Satz schon für jeden Artikel als Textbaustein zu setzen. Und niemals Beispiele von irgendwelchen alten ungenannten Frauen, deren Mann im Krieg gefallen ist, nachdem sie ihn 40 Jahre gepflegt haben und darum unter die Armutsgrenze fallen und in England beschimpft werden.
Und beim Fernsehen ist es mir wieder aufgefallen: Wie begrüßt man jemanden, den man nicht mit Namen kennt, auf Deutsch? EH SIE. Vielleicht „Guten Morgen“? In Amerika sagte man Good »Morning Sir« und zurück kommt »Good Morning Ma’m«.
In Italien hat man mir beigebracht, dass Signora und Signor in die Anrede gehören.
In Holland wäre es ohne die Anrede ebenfalls unhöflich, in Frankreich und in Polen auch.
In Israel sagt man „Schalom“ und aus die Maus. Vielleicht haben wir das den Juden abgeschaut 🙂
Wir haben keine Floskeln wie „Mein Herr, meine Dame“ mehr.  Nur keine Zeitverschwendung, wir sind effizient.
Wir werden also nicht nur als Frauen schlechter behandelt, sondern wir behandeln auch Männer schlechter. Es steht also Eins zu Eins. Perfekt.
Mit der so gewonnenen Zeit diskutieren wir über Transgender-Toiletten.