Fotografieren ohne Taj Mahal

Grundsätzlich halten wir Deutschen wohl jeden, der einfach „nur so“ etwas fotografiert, für einen Paparazzi, der gerade Michael Jackson in einer absolut perfekten Verkleidung entdeckt hat oder bekloppt ist oder einen potentiellen Handy-Kamera-Voyeur. Fotografieren macht nur Sinn, wenn man wenigistens einen Eiffelturm oder das Taj Mahal vor sich hat oder seine Enkelkinder fotografiert. Alles andere erzeugt sofort abgrundtiefes Misstrauen. Zu Not darf man noch einen Freund oder Freundin fotografieren, aber auch nur, wenn man sie vor einem minder bekannten Baudenkmal platzieren kann.

Deli France in Aachen

Deli France in Aachen

Einfach nur eine belebte Straße und Passanten zu fotografieren grenzt an einen Eingriff in die Privatspähre jedes Einzelnen … in einer Zeit, in der jeder Einzelne danach giert, in den 24-stündigen Talkshows seine Privatshäre jedem willigen Zuschauer zu eröffnen.

100 Jahre Feuerwehr in Vluyn

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100 Jahre Feuerwehr gabs in Vluyn zum Wochenende. Praktisch für pantoffelte Wochenendmuffel: Die ganze Show ist durch die Erlenstraße gezogen, zu Ehren von Herrn Wermke.
Hübsch anzusehen, der ganze lange Zug mit Spielmännern und Niederrheintrachten. Aus den ganzen umliegenden Döfern vereint: Mit Rössern und Fahrrädern und jeder Menge Löschzügen sind sie durch die kleine Straße gerollt. Das ist bei der Enge schon eine gehörige Übung im Kurvenfahren.

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Kunstmesse in Köln

Noch so ein kleines Stückchen Geschichte, wieder entdeckt in den Tiefen des CoolPix-Archivs:

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Ganz am Ende nach endlosen Sälen mit unzähligen Werken (die meisten übrigens ziemlich witzig) endlich die rettende Kaffeebar erreicht (die natürliche eigentlich eine Sektbar war). Kleine Pause.
Doch wirklich, die Wechsel auf der Bank waren schnell – so schnell, dass die CoolPix gar nicht alle so schnell mitnehmen konnte.

Und natürlich war das gesamte Künstervolk in Schwarz gekleidet, Kunststudenten hingegen müssen sich noch mit Schwarz und Dunkelgrau begnügen. Einzige Farbklecks waren die Schulterriemen der Rucksäcke. Bis heute frage ich mich, wozu man auf einer Kunstmesse einen Reiserucksack rumschleppt …

Monte Carlo

Beim Anlegen des Bildarchivs auf die alten Aufnahmen aus meiner Nikon Coolpix gestoßen: ein Ausflug mit Sinar nach Monacco.

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Was hat Sinar nicht alles in das Programm gesteckt: Vorträge von Binucci über die wahre und tiefe Schönheit des EPS-Formats und auch ein paar Worte über Color Management (wobei Dietmar ganz dünne Lippen bekam), ein Ausflug ins Museum (rauf bis aufs Dach und diverse Gruppenfotos und ein feines Bild zur Auslöseverzögerung der Digitalkamera geschossen), das Aquarium besichtigt und das absolute „Muss“ in Monte Carlo, das Casino. Ich habe mit dem 5 Fr Stück einen Automaten zum Spucken gebracht, das Eimerchen voller 5-Franc-Stücke gegen Jettons getauscht und drei von vier Spielen am Roulettetisch gewonnen. Nach einer halben Stunde das Casino mit knapp 3000 Francs in der Tasche fluchtartig verlassen (das ist Disziplin, gelle? … ) und im Bus zwei Stunden lang mutterseelenallein auf den Rest der euroäischen Fotobranche gewartet.
Nicht ganz mutterseelenallein, schließlich hat jemand das Bild geschossen.

Niederrhein-Nebel

Der Nebel am Niederrhein ist von einer ganz besonderen Konsistenz … er ist dicht und hält nicht lange. Dafür gibt es ihn oft, eigentlich fast jeden Morgen, denn schließlich sind wir hier in den alten Rheinarmen und überall gibt es kleine Tümpel (die man hier natürlich als Seen bezeichnet).

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